Résumé

„EuroHopper“ wagen ihren ersten Sprung

Eine EUROPA-politisch orientierte Bildungsreise nach Schweden für Jugendliche

14 Jugendliche und drei Betreuer aus Freising und Umgebung springen los und landen mit einem großen Satz in Schweden, um dort eine Woche lang Land, Leute und (Jugend-)Politik unter die Lupe zu nehmen, mit dem Ziel, einen Blick über den touristischen Tellerrand zu werfen und den EU-Mitgliedsstaat besser kennen zu lernen. Denn eben das ist auch Sinn und Zweck des „EuroHopper“-Projekts, ausgeschrieben vom Kreisjugendring Freising: Jugendlichen die EU und ihre Mitgliedsstaaten näher bringen, indem immer dasjenige Land bereist wird, welches gerade die Ratspräsidentschaft innehat. Dabei ist die Mitgestaltung der Reise durch die Teilnehmer mehr als gewünscht und sorgt schon im Vornherein für gesteigerte Vorfreude.

Erste Station der diesjährigen Reise vom 30. Okt. bis zum 7. Nov. war die Konferenz der schwedischen Jugendräte („Ungdomstorget IRL 2009) in Haninge mit etwa 150 engagierten Jugendlichen aus ganz Schweden. Verschiedene Workshops zum Thema Mitbestimmung, sowie eine große Halloween-Party boten die optimale Plattform, um sich mit schwedischen Jugendlichen auszutauschen und Bekanntschaften zu schließen. Nach Ende der Konferenz ging die Reise dann weiter in die Stadt Nyköping, in welcher die dortigen Jugendräte ein ausgefeiltes Programm für den deutschen Besuch vorbereitet hatten. Dieses reichte von einem Tag im Naturreservat, über eine deutsch-schwedische Kochaction, sowie über Stadt- und Rathausbesichtigung bis zu dem Besuch einer schwedischen Mittelschule. In dieser hatten die Projektteilnehmer die Gelegenheit, an einem Workshop über Demokratie und Gesellschaft teilzunehmen und im Zuge dessen das schwedische und deutsche Schulsystem zu vergleichen. Nach einigen actionreichen, lustigen und aufschlussreichen Tagen hieß es jedoch auch hier wieder Abschied nehmen von Stadt und Bewohnern und die mit Spannung erwartete, leider letzte Reisestation wurde in Angriff genommen: Stockholm.

Die Stadt begrüßte die deutschen Jugendlichen mit einer atemberaubenden Lichtkulisse und mit dem deutsch-deutschen Film „Novemberkind“, abends im Goethe-Institut. Auch der zweite Tag begann vielversprechend, denn einer Einladung der deutschen Botschaft folgend, erfuhren die Projektteilnehmer alles über deren Arbeit, sowohl im Allgemeinen, als auch speziell in Schweden.

Anschließend bot sich die Chance, die Stadt in Kleingruppen selbst zu erkunden, sei es auf Shoppingtouren oder auf kultureller Ebene. Kulturell geprägt war jedoch vor allem der vorletzte Tag in Stockholm mit einer gemeinsamen Führung durch den schwedischen Reichstag und der anschließenden Möglichkeit, verschiedene Museen, etwa das für moderne Kunst, das National- oder Nobelmuseum, oder aber auch das Königsschloss zu besichtigen. Am letzten Tag nutzten die meisten die verbleibende Zeit für einen abschließenden Bummel durch die Stockholmer Altstadt, bevor es erschöpft, aber zufrieden und um einige Erfahrungen reicher, zurück nach Deutschland ging.

Insgesamt darf man also sagen, dass das „EuroHopper“-Projekt einen fantastischen Auftakt gefunden hat und schon jetzt seiner Fortsetzung vom 2. bis zum 9. April 2010 entgegenfiebern darf, wenn das Reiseziel Spanien heißen wird. Auch dann wird eine komplette Rundumorganisation mit Vollverpflegung, sowie eine Teilfinanzierung der Kreisjugendring übernehmen und das Projekt wird hoffentlich abermals Gefallen bei einigen begeisterten Jugendlichen finden.

Nina Kremser
Teilnehmerin

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